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ERIK
ERIK

Biomechatronik-Software

Laufendes Projekt. Entwicklung einer Roboterplattform zur Unterstützung neuer Interaktionsstrategien bei Kindern mit eingeschränkten sozio-emotionalen Fähigkeiten.

Aufgabe

Kindern mit Autismus fällt es oft schwer, den Gesichtsausdruck und die Sprache ihres Gegenübers richtig zu interpretieren oder selbst solche sozio-emotionalen Signale auszudrücken. Häufig bereitet es ihnen zudem Probleme, Gefühle wie beispielsweise Frustration oder Aufregung bewusst zu regulieren. Diese emotionalen und sozialen Kompetenzen sind aber wichtig, um mit den eigenen und fremden Emotionen umzugehen oder soziale Konflikte zu lösen. Während autistische Kinder Probleme in der menschlichen Interaktion haben, zeigen sie häufig eine Affinität für Technik. So fallen ihnen häufig Interaktionen mit Robotern leichter, da diese simpler und vorhersehbarer sind als Menschen.

Im Forschungsprojekt „ERIK“ soll deshalb ein Roboter entwickelt werden, der mit autistischen Kindern interagieren kann, um die Entwicklung sozio-emotionaler Kompetenzen in der Therapie zu unterstützen. Der Roboter „Pepper“ erfasst dabei sowohl die Mimik als auch die Sprache des Kindes. Er interpretiert diese Signale und leitet in Echtzeit Emotionen ab. Durch das Erkennen von Interesse, Frustration und Langweile des Kindes, können die Therapieszenarien individuell angepasst werden. Mittels Gesten und Augenbewegungen kann „Pepper“ lebensnah mit Kindern interagieren, wobei Ängste im Umgang mit Menschen reduziert werden können.

Challenge für ASTRUM IT

ASTRUM IT ist im Forschungsprojekt für die Integration und Aufbereitung der Daten verantwortlich, die zur quantitativen und qualitativen Therapiebewertung genutzt werden. Die so erlangten Ergebnisse werden anschließend auf einem Dashboard visualisiert. Auch setzt ASTRUM IT eine Oberfläche um, mit der die in der Therapie angewendeten Interaktionsstrategien bewertet werden können. Erst durch die Bewertung kann sichergestellt werden, dass die Therapieansätze zielführend sind.

Der innovative Therapieansatz ermöglicht nicht nur das Training für die Kinder. Da der Therapeut nicht direkt an der Interaktion beteiligt ist, kann er die Interaktionen genauer und objektiver beobachten und auswerten. Auch ist der Roboter erstmals in der Lage, mit mehr als einem Kind gleichzeitig zu interagieren.

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Bundesministerium für Bildung und Forschung

project partners

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Berlin School of Mind and Brain
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Audeering - Intelligent Audio Engineering
Innovations Manufaktur