Code neu gedacht: Wie KI die Rolle von Entwickler*innen verändert

Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir arbeiten, auch in der Softwareentwicklung. Tools wie GitHub Copilot oder ChatGPT unterstützen Entwickler*innen bei Routineaufgaben, generieren Code-Vorschläge und helfen dabei, neue Themenbereiche schneller zu erschließen. Doch was bedeutet das konkret im Alltag eines Programmierers? Wir haben mit unserem Kollegen Paul aus der Softwareentwicklung gesprochen. Über Chancen, Verantwortung und den richtigen Umgang mit KI im Coding-Alltag.

Im Interview: Paul, Softwareentwickler bei ASTRUM IT

Frage: Wie hat sich dein Alltag als Programmierer verändert, seit KI-Tools wie GitHub Copilot oder ChatGPT Teil des Workflows geworden sind?

Paul: Mein Arbeitsalltag als Programmierer hat sich durch KI-Tools wie den GitHub Copilot deutlich verändert. Ich komme schneller zu ersten funktionierenden Lösungen und finde leichter einen Einstieg in neue Themenbereiche. Gleichzeitig lerne ich durch die Nutzung dieser Tools ständig neue Konzepte kennen, die über KI hinausgehen. Es gehört bei mir inzwischen auch dazu, den eigenen Workflow kontinuierlich zu optimieren und neue Funktionen der KI-Tools sinnvoll zu integrieren.

Frage: Welche Fähigkeiten werden deiner Meinung nach für Entwickler in Zukunft wichtiger: klassisches Programmier-Wissen oder der Umgang mit KI-Werkzeugen?

Paul: Auch in Zukunft bleibt klassisches Programmier-Wissen essenziell, da es weit über das reine Schreiben von Code hinausgeht. Der Umgang mit KI-Werkzeugen wird denke ich immer einfacher werden und bald nicht anspruchsvoller als das Recherchieren im Internet. Dennoch ist ein solides Fundament an Programmierkenntnissen weiterhin unverzichtbar.

Frage: Wie gehst du mit Themen wie Codequalität und Verantwortung um, wenn KI-Code-Vorschläge macht oder automatisch generiert?

Paul: Beim Einsatz von KI-generiertem Code ist es verlockend, sich auf funktionierende Vorschläge zu verlassen, ohne sie im Detail zu prüfen. Deshalb sind gründliche Code-Reviews, bei denen man den eigenen Code Zeile für Zeile erklärt, besonders wichtig. Die Verantwortung für die Codequalität bleibt immer beim Entwickler, unabhängig davon, welche Tools verwendet wurden.

Frage: Siehst du KI eher als Unterstützung oder als potenzielle Konkurrenz für Entwickler*innen?

Paul: KI sehe ich derzeit vor allem als Unterstützung für Entwickler*innen. Zwar können KI-Tools bereits viele Aufgaben übernehmen, doch wenn es um komplexe Anforderungen oder die Integration in bestehende Systeme geht, stoßen sie oft an ihre Grenzen. Hier ist weiterhin tiefgehendes menschliches Fachwissen gefragt. Die Branche befindet sich im Wandel, und ich glaube, dass sich das Aufgabenfeld von Entwickler*innen in Zukunft stark verändern wird. Ob KI als Unterstützung oder Konkurrenz empfunden wird, ist letztlich eine persönliche Frage.

Frage: Was würdest du jungen Programmier*innen raten, die heute in eine Branche einsteigen, die sich durch KI rasant verändert?

Paul: Mein Rat an junge Programmierer*innen ist, sich zunächst ein solides Grundlagenwissen ohne KI-Tools anzueignen. Das erleichtert später das Verständnis und die Bewertung von Code. KI kann helfen, Verständnislücken zu erkennen und zu schließen, sollte aber nicht als Autopilot genutzt werden. Es ist wichtig, Fehler im Code zu analysieren und die Hintergründe zu verstehen.

Frage: Wie nutzt ASTRUM IT KI konkret in der Softwareentwicklung und welche Erfahrungen habt ihr dabei bisher gesammelt?

Paul: Bei ASTRUM IT hängt der Einsatz von KI stark vom jeweiligen Entwicklerteam ab. Die Nutzung reicht von einfachen Fragen zu Frameworks über das Schreiben von Unit Tests bis hin zu spezialisiertem, an Spezifikationen orientiertem Development in kleineren Projekten.

Frage: Gibt es ein KI-Tool oder eine Technologie, die du anderen Entwickler*innen besonders empfehlen würdest und warum?

Paul: Aktuell nutzen wir GitHub Copilot und ich empfehle, die vielfältigen Funktionen dieses Tools auszuschöpfen. Richtig eingesetzt kann Copilot die Arbeit erheblich beschleunigen und die Nutzung der Premiummodelle effizienter gestalten.

Vielen Dank für das Interview, Paul!

KI ist längst kein Trend mehr, sondern fester Bestandteil moderner Softwareentwicklung. Entscheidend bleibt aber das Verantwortungsbewusstsein der Entwickler*innen, denn intelligente Werkzeuge ersetzen kein tiefes Verständnis, sondern erweitern es.

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